Unser Konzept zum Umgang mit Konfliktsituationen und Mobbing

Prävention 

Mobbing kann am wenigsten in einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts und klarer Regeln entstehen. Deshalb gilt:

  • Am Anfang des Schuljahres werden im Unterricht Klassenregeln erarbeitet und vereinbart (z.B. wir gehen achtsam und freundlich miteinander um; wir holen Hilfe, wenn jemand in Not gerät, etc.)
  • Unser Schulprofil "Bärenstark" wird in den Klassen erarbeitet und die Umsetzung implementiert
  • Pausenaufsichten sind sensibel für auftretende Konflikte und greifen konsequent ein
  • Auftretende Konflikte zwischen einzelnen Kindern werden wenn möglich zeitnah nach den Schritten der gewaltfeien Kommunikation (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte/Danke) durch die Klassenlehrkraft geklärt
  • In der Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in bekannter Form (möglich: Klassenrat, Kummerkasten, etc.) die Klassenlehrkraft auf ihre Probleme hinzuweisen
  • Aufbau eines Zusammengehörigkeitsgefühls durch gemeinsame Wandertage, Schulfeiern, Projekttage, Ausflüge
  • Im Unterricht werden pro Jahrgangsstufe Inhalte besprochen, die den Schülerinnen und Schülern Handwerkszeug liefern, zunehmend Konflikte auch eigenständig klären zu können (Klasse1/2: Gefühle erkennen/Emotionsfähigkeit stärken, Ich-Botschaften, Konfliktsituationen beschreiben; Klasse 3/4: Rollenspiele zur Bewältigung von Konflikten, erkennen von Ausgrenzung, evtl. Streitschlichterausbildung)
  • Die Eltern werden über das Anti-Mobbing-Konzept informiert

 

Was ist Mobbing?

Laut ISB-Handreichung „Mit Mut gegen Mobbing“ gilt:

 die Grenze zum Mobbing ist dann überschritten, wenn folgende Kriterien vorliegen:

  • Schädigungsabsicht – Mobbing ist zielgerichtetes aggressives Handeln einzelner oder mehrerer Schülerinnen und/oder Schüler mit der Absicht, eine andere Schülerin bzw. einen anderen Schüler in ihrem bzw. seinem sozialen Nahraum unter Einbeziehung der Gruppe in ihrer bzw. seiner örperlichen, psychischen und sozialen Existenz zu schädigen.
  • Wiederholungsaspekt – Dies geschieht wiederholt, systematisch und über einen längeren Zeitraum.
  • Machtungleichgewicht – Die nach Dominanz strebende(n), schädigende(n) Person(en) strebt bzw. streben nach Erhöhung des eigenen sozialen Status, indem sie die attackierte Person unter aktiver Beteiligung der sozialen Gruppe in ihrem sozialen Rang herabsetzt bzw. herabsetzen.
  • Hilflosigkeit – Die betroffenen Schülerinnen oder Schüler befinden sich dann in einer hilflosen, unterlegenen Position,aus der sie sich nicht mehr selbst befreien können.“

Nicht jeder Konflikt auf dem Pausenhof oder in der Klasse ist also gleich Mobbing, kann sich jedoch leicht zu einem Mobbingfall ausweiten, weshalb in unserer Schule ein großer Wert auf die Erziehung unserer Schülerinnen und Schüler zu einem respektvollen Umgang miteinander und der Ausbildung einer geregelten „Streitkultur“ gelegt wird.

 

Intervention - Ablaufplan im Mobbingfall

  • Jeder Verdacht auf einen Mobbingfall wird sofort einem Mitglied des „Anti-Mobbing-Teams“, bestehend aus Schulleitung, Betroffenen Klassenlehrkräften und Beratungslehrer, gemeldet (evtl. Einrichtung einer E-Mail-Adresse???). 
  • Ein Teammitglied führt dann ein Gespräch mit dem/den Betroffenen. 
  • Mindestens zwei Teammitglieder beraten im Anschluss und entscheiden, ob es sich um einen Mobbingfall handelt und informieren wenn nötig die betroffenen Eltern.
  • Jedes Gespräch wird protokolliert.
  • Wenn nötig: Vorgehen nach dem No Blame Approach (Vorgehen ohne Schuldzuweisung) - Ablauf siehe Handreichung "Mit Mut gegen Mobbing" des ISB
  • Der No Blame Approach sollte in den meisten Fällen von Mobbing, die im Grundschulalter vorkommen ausreichen. Sollte das Anti-Mobbing-Team entscheiden, dass dies nicht möglich ist, entscheidet der Beratungslehrer über das weiter Vorgehen und evtl. Einbeziehung alternativer Stellen.

 

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